Umwelt Arena Spreitenbach

Am 28. April trafen sich 15 interessierte RCZ-ler bei der Umwelt Arena in Spreitenbach. Der Initiant dieses spektakulären Baus ist Walter Schmid, ein Unternehmer und Umweltpionier aus Glattbrugg. Mit der Umwelt Arena wollte er einen Ort schaffen, an dem die Themen Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit für gross und klein erlebbar und begreifbar gemacht werden sollen. Und tatsächlich ist die Ausstellungsfläche sehr interaktiv und ansprechend ausgerichtet. Unterstützt wird er dabei von über 140 Firmen, die in der Umwelt Arena ausstellen und über Themen wie erneuerbare Energie, Energieeffizienz, ressourcenschonende Produkte und nachhaltige Ernährung informieren.

Nach einer kurzen Instruktion führte eine Dame uns durch die äusserst interessante Ausstellung. Dabei haben wir viel darüber erfahren, wie wir unseren Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit leisten können und dass wir  verantwortungsvoll mit den Ressourcen umgehen müssen. Dies fängt bereits in unseren Gärten an. Ein Biogarten bietet vielen Lebewesen einen Lebensraum. Habt ihr gewusst, dass in einer Handvoll Erde aus einem Biogarten sich mehr Lebewesen befinden als es  Menschen auf der Erde gibt? Und diese Lebewesen sind wichtig für die Artenvielfalt und für die Landwirtschaft. Auch mit unserem Konsumverhalten leisten wir einen erheblichen Beitrag. Denn wie und was wir einkaufen hat einen grossen Einfluss darauf, wie Lebensmittel und Konsumgüter produziert und verbreitet werden. Vom verantwortungsvollen Konsum ging es dann über zu einem weiteren wichtigen Thema, der Umgang mit Abfall. Unglaubliche 730 Kilo Abfall produziert jede Person in der Schweiz pro Jahr. Jedoch sind wir sehr gut im recyceln von Abfallprodukten, so dass über die Hälfte des Abfalls wiederverwertbar gemacht werden kann. Allerdings ist es nicht immer ganz eindeutig, welche Produkte wie recycelt werden dürfen. Grundsätzlich ist es immer sinnvoll auf die Verpackung zu schauen. Hier zeigen die Abfallpiktogramme, welche Materialien verarbeitet worden sind und wie sie entsorgt werden sollten.

Interessant und etwas, sagen wir mal gewöhnungsbedürftig, wurde es dann beim Thema Ernährung. Obschon wir im Überfluss leben, leiden viele Menschen in anderen Teilen der Erde an Mangelernährung. Eine Lösung könnte die industrielle Verarbeitung von Insekten sein. Heuschrecken und Grillen sind ein sehr gesunder Lieferant von Vitaminen, Omega-Fettsäuren und Mineralstoffen.

Abschliessend wurde uns ein weiteres Projekt von Walter Schmid vorgestellt. Ein völlig energieautarkes Mehrfamilienhaus in Winterthur. Das heisst, die benötige Energie produziert es selber. Es wird kein Strom vom Netz bezogen. Das Haus wurde unteranderem mit innovativen Solarzellen auf dem Dach und an der Fassade und Brennstoffstellen im Keller ausgestattet. Im Haus sind 9 Mietwohnungen untergebracht und die Bewohner, die darin leben, wurden durch ein Casting ausgewählt.

Leider ging die Führung viel zu schnell vorbei und einige Fragen blieben vielleicht auch unbeantwortet. Deshalb durfte wer wollte am Nachmittag die Umwelt Arena auf eigene Faust erkunden. Zum Abschluss dieses interessanten Ausfluges haben wir ein leckeres Mittagessen im hauseigenen Restaurant genossen. Und jene die wollten, durften auch einen kleinen Snack mit Insekten degustieren. 

Text: Delia Arteaga