Einige Zeilen zum RCZ und dem polysportiven Turnen von einer langjährigen regelmässigen Turnerin.

Liebe RCZ-ler, liebe RCZ-lerinnen

Vor 40 Jahren (1980) konnte ich an der Gründungsversammlung vom RCZ als Rollstuhlfahrerin teilnehmen. Dies war mein erster Anlass, den ich nach meinem Autounfall besuchte. Die Information der Gründungsversammlung erhielt ich im PZ Basel. An der Versammlung lernte ich einige Personen kennen, die schon länger im Rollstuhl waren. Ich wurde angenehm begrüsst und ich fühlte mich wohl. Es kamen bei mir auch Fragen: „wie soll das Leben im Rollstuhl weiter gehen……?

Nach der Gründungsversammlung bot der Rollstuhlclub Zürich die ersten polysportiven Trainings an. Dazumal im Käferberg, einmal in der Woche. Weil mich bereits als Fussgängerin der Sport begleitete, war ich als Bewegungsmensch gewillt, fleissig zu trainieren und nahm regelmässig an den Trainings teil. Es machte Spass die Fortschritte zu spüren. Auch die menschliche Seite der Rollstuhfahrenden interessierte mich immer wieder. Die Kameradschaft zu pflegen fand ich wichtig. Ich konnte in Gesprächen und mit Plaudern immer wieder lernen.

In den folgenden Jahren nahm ich an verschiedenen Wettkämpfen und Strassenrennen teil und konnte viele Erfahrungen machen. Das tat meiner Seele gut. So entwickelte ich meine Beweglichkeit und das stärkte mich. Ich lernte, dass ich mich trotz Behinderung entwickeln kann.

Nach einigen Jahren im Käferberg, wurde das allgemeine Turnen in die Fronwaldturnhalle nach Zürich-Affoltern verlegt. Dort wird noch heute jeden zweiten Montag von 19.00 bis 20.30 Uhr trainiert. Neben der Halle dürfen wir auch die Rundbahn benutzen oder fahren mit dem Handbike um den Katzensee. Seit 40 Jahren bietet der RCZ das polysportive Training an. Das ist dank regelmässigen Turnbesucher und einem engagiertem Leiterteam möglich.

Mit meiner Lebens- und Rollstuhlerfahrung möchte ich gerne Etwas beitragen und für andere Mitmenschen da zu sein.

Mit herzlichen Grüssen                 Christine