Neues Jahr, neue und alte Herausforderungen

Nach dem erfolgreichen Jahr 2017 ging’s genauso erfolgreich weiter – zumindest für die erste Mannschaft der Iron Cats. Die Dominanz in der obersten Schweizer Liga hielt an und das Team gewann sämtliche zwölf Saisonspiele mit zumeist grossem Vorsprung. Dies spiegelte sich im Torverhältnis von 191:17 wieder. Für Mannschaft II verlief die Saison sehr durchzogen. Die Vorzeichen standen nicht gerade günstig und auch die zweite Saisonhälfte wurde schwierig. Das unerfahrene und junge Team konnte viel dazu lernen und am letzten Spieltag die ersten Punkte gewinnen. Dadurch konnten sie sich auf den vierten Rang in der Tabelle hieven. Die Iron Cats III spielten ihre zwei letzten Spieltage im Jahr 2018. Dabei ging es für die Spieler darum, sich weiterzuentwickeln und sich für die oberen Teams zu empfehlen. Mit wenig Offensivkraft ist es in der Liga jedoch sehr schwierig und so resultierte zum zweiten Mal in Folge der letzte Schlussrang.

Der nächste Termin, dieses Mal nur für Mannschaft I, fand Mitte Mai statt. Das internationale Züri-Turnier, organisiert und durchgeführt von den Iron Cats, fand zum zehnten Mal statt, zum zweiten Mal in Oerlikon. Mit vier Siegen gegen zwei sehr starke Teams (E-Team Emmen, Torpedo Ladenburg) und zwei mittelklassige Teams war der erste Tag perfekt – das Halbfinale gegen das belgische Topteam GIDOS stand an. Doch es wollte nicht sein, auch bei der zweiten Teilnahme im Halbfinale war der Gegner zu stark. Im Spiel um Bronze hiess der Gegner wie tags zuvor Ladenburg, welcher klar besser eingestellt war und letztendlich dank Erfahrung das Penaltyschiessen für sich entscheiden konnten. Der vierte Platz war ein sehr gutes Resultat – man konnte wieder einen kleinen Schritt zu den Topteams machen.

Den saisonalen Abschluss war der Swisscup im Juni. Angereist mit allen drei Mannschaften machten sich die Spieler daran, die zweite nationale Trophäe nach Zürich zu holen. Die dritte Mannschaft kämpfte am Tageswettkampf in jedem Spiel, die Konkurrenz aus NLA und NLB war jedoch meist zu stark. Sie konnten gegen Lausanne gewinnen und klassierten sich auf dem elften Rang. Für die zweite Mannschaft war’s ebenfalls sehr intensiv, sie konnte sich nur knapp nicht fürs Halbfinale qualifizieren. Die erste Mannschaft konnte ihre ungeschlagene Serie weiter durchziehen – ohne Punktverlust sicherte sie sich den Sieg im nationalen Pokalwettbewerb.

Der Sommer ging sehr rasch vorüber. Die Sportler bereiteten sich auf die neue Saison und die Weltmeisterschaften vor, andere Clubmitglieder gingen auf Reisen. Markus Wegmann, langjähriger Vizepräsident der Iron Cats, war mit seiner Familie in den USA unterwegs als die Iron Cats von seinem Tod erfuhren. Er sei zufrieden eingeschlafen und konnte sich seinen Traum, nach Amerika zu reisen, erfüllen. Die Iron Cats trauern um den grossen Verlust und stiften an ihrem Heimturnier eine «Wägi»-Trophäe für den besten Newcomer.

Für die neue Saison 2018/19 meldeten die Iron Cats zwei Teams in der NLA und eines in der NLB. Dabei entschied sich der Club, aufgrund der Dominanz die erste und zweite Mannschaft in zwei ausgeglichene Equipen aufzuteilen. Sie wagen den Versuch für diese Saison. Einzige Auflage ist, dass die erste Mannschaft in Originalbesetzung an internationale Turniere fahren kann. Am ersten Spieltag war also wieder Spannung drin und es spiegelte sich in der Tabelle wieder – die Iron Cats sind derzeit auf Rang zwei und drei platziert. Die dritte Mannschaft steht in der NLB noch ohne Punkte da – auch wenn man resultatmässig meistens mithalten konnte.

Für sechs Spieler der Iron Cats ging’s mit dem Nationalteam Ende September an die Weltmeisterschaften im italienischen Lignano. Das Team, so gut besetzt wie noch nie, setzte sich das Ziel Halbfinale. Im Eröffnungsspiel gegen Italien zog das Team in der zweiten Halbzeit zehn schwache Minuten ein und verlor 5:9 – diese vier Tore zu viel kosteten den Halbfinaleinzug. Dies trotz einer sonst siegreichen Kampagne mit Siegen gegen Holland (deren zweite Niederlage in ihren gesamten Länderspielen), Kanada, Australien und Belgien. Schlussendlich resultierte der fünfte Rang – das beste Resultat an einer Endrunde.

Der letzte grosse Anlass 2018 fand in Prag statt. Die hiesigen New Cavaliers luden zum internationalen Turnier. Die erste Mannschaft konnte an beiden Tag überzeugen und mit nur einem Verlustpunkt ins Halbfinale einziehen. Nach einem knappen Sieg gegen ein finnisches Topteam krönten sie ihre Leistung mit dem zweiten internationalen Titel.

Die Vorschau für das kommende Jahr ist rasch gemacht: Neben Entscheidungen in der heimischen Meisterschaft und im Pokal geht’s für die Iron Cats nach Eindhoven und an ein zweites, noch unbestimmtes Turnier in Europa.

Die Iron Cats wünschen allen RCZ’lern ein erfolgreiches, erfreuliches und gesundes Jahr 2019!

Text: Jan Oehninger